Klimaschutz
-

Die entscheidenden Stimmen der Klimapolitik – warum Europas „konditionale Mitte“ über Erfolg oder Scheitern entscheidet
Eine Studie der ETH Zürich zeigt: Nicht überzeugte Klimaschützer oder Gegner entscheiden über Europas Klimapolitik, sondern eine große „konditionale Mitte“. Diese Wählergruppe bewertet Maßnahmen vor allem nach persönlichem Nutzen. Kleine Verschiebungen in ihrer Haltung könnten Mehrheiten für deutlich mehr Klimapolitik ermöglichen.
-

Stadtnatur als Klimaretter: Urbane Bäume nehmen im Sommer mehr CO₂ auf als Autoverkehr ausstößt
Eine Studie der Technischen Universität München zeigt, dass Stadtbäume an Sommertagen mehr CO₂ aufnehmen können als der Verkehr ausstößt. Insgesamt kompensiert urbane Vegetation rund zwei Prozent der Emissionen. Entscheidend sind einzelne Bäume, während Grasflächen häufig mehr Kohlendioxid freisetzen als binden.
-

Kondensstreifen vermeiden: Europas schnellster Hebel fürs Klima?
Eine T&E-Studie zeigt: Kondensstreifen in bestimmten Lagen erwärmen das Klima erheblich, vor allem nachts und im Winter. Da nur wenige Flüge den Großteil der Wirkung verursachen, könnten gezielte Routenanpassungen rasch große Effekte bringen. Politik und Luftfahrtbranche stehen nun vor einer vergleichsweise schnell umsetzbaren Klimamaßnahme.
-

Forschende mahnen: 1,5-Grad-Klimaziel darf nur kurzzeitig überschritten werden
Eine neue Studie warnt: Schon unter 2 Grad Erwärmung könnten mehrere Kipppunkte des Erdsystems erreicht werden. Weil ein Überschreiten der 1,5-Grad-Marke kaum noch zu verhindern ist, wird entscheidend, wie hoch und wie lange ein Overshoot ausfällt. Jede Verzögerung erhöht das Risiko irreversibler Kettenreaktionen.
-

Ziegelsteine aus Wüstensand: Forschende in den Emiraten erfinden klimafreundlichen Baustoff
Forschende der University of Sharjah haben Wüstensand in den Emiraten zu stabilen Bauziegeln verarbeitet. Mithilfe alkali-aktivierter Bindemittel und industrieller Nebenprodukte könnten klimafreundlichere Alternativen zu Portlandzement entstehen. Die Ziegel härteten bei Umgebungstemperatur aus, erfüllten gängie Bau-Standards und zeigten hohe Beständigkeit gegen Verwitterung durch Luftfeuchtigkeit und (Meer-)wasser.
-

Klimapolitik vor 2050 entscheidend für Meeresspiegel-Anstieg
Eine Studie im Fachjournal Nature Climate Change zeigt: Wenn die Menschheit ihre Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts drastisch reduziert, könnten künftige Generationen bis zu 60 Zentimeter Meeresspiegelanstieg erspart bleiben. Die Entscheidungen der kommenden Jahrzehnte wirken über Jahrhunderte – und prägen, welche Küstenlinien bestehen bleiben.
-

Welt am Limit: Kein Wirtschaftssektor auf Kurs für 1,5 Grad
Der neue „State of Climate Action 2025“-Bericht zieht eine ernüchternde Bilanz: Kein einziger Wirtschaftssektor weltweit ist auf Kurs, die Klimaziele von Paris zu erreichen. Zwar wächst der Anteil erneuerbarer Energien, doch das Tempo der Transformation reicht bei weitem nicht aus.
-

Sonnenfilter mit Nebenwirkungen: warum Geoengineering riskant bleibt
Eine Studie der Columbia University zeigt, wie schwer kontrollierbar das Dimmen der Sonne tatsächlich wäre. Stratosphärische Aerosolinjektion könnte das Klima beeinflussen – aber auch globale Wettersysteme stören, hohe Kosten verursachen und neue Umweltprobleme schaffen. Geoengineering bleibt ein gefährliches Experiment mit ungewissem Ausgang.
-

Wie Wasserstoff-Plasma die Stahlproduktion neu erfinden könnte
Forschende der University of Minnesota entwickelten ein Plasma-Verfahren, das Eisen ohne CO2-Emissionen gewinnen könnte. Wasserstoffatome trennen Sauerstoff aus dem Erz, zurück bleibt reines Eisen und Wasserdampf. Die Methode verspricht Energieeffizienz, weniger Kosten und eröffnet neue Chancen für eine klimafreundliche Stahlindustrie.

