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Kein Weltuntergang durch KI – Georgia-Tech-Studie rät zu Gelassenheit
Eine Studie der Georgia Tech kommt zu dem Schluss, dass eine allmächtige, autonome KI keine realistische existenzielle Bedrohung darstellt. Unklare Definitionen von Intelligenz, programmierbare Fehlanreize und physikalische Grenzen sprechen gegen apokalyptische Szenarien. Entscheidend seien kluge, sektorspezifische Regulierungen.
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Weniger Jungen, mehr Mädchen: Wie der Klimawandel das Geschlechterverhältnis verschiebt
Eine Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences zeigt, dass extreme Hitze während der Schwangerschaft das Geschlechterverhältnis bei Geburten verändert. In Subsahara-Afrika wirken biologische Mechanismen, in Indien soziale Faktoren. Der Klimawandel greift damit tiefer in Gesellschaften ein als bislang angenommen.
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Zwei Prozent, die es in sich haben: Gabriel Zucmans Plan für eine neue Reichensteuer
Gabriel Zucman plädiert in „Reichensteuer – aber richtig!“ für eine Mindeststeuer von zwei Prozent auf sehr große Vermögen. Der renommierte Ökonom verbindet empirische Analyse mit politischer Argumentation und zeigt, wie das Modell auch in Deutschland umgesetzt werden könnte.
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Die schwerste Prüfung der Welt: Wo Künstliche Intelligenz (noch) an ihre Grenzen stößt
Mit „Humanity’s Last Exam“ präsentieren Forschende einen neuen Maßstab für Künstliche Intelligenz. Die 2.500 Expertenfragen liegen bewusst über aktuellen KI-Fähigkeiten. Ziel ist eine präzisere Einschätzung von Fortschritt und Risiken – und eine Erinnerung daran, dass menschliche Expertise weiterhin unverzichtbar bleibt.
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Mehr Schlaf, bessere Noten: Späterer Schulstart tut Jugendlichen gut
Eine Zürcher Studie zeigt: Flexible Schulstartzeiten ermöglichen Jugendlichen durchschnittlich 45 Minuten mehr Schlaf. Das verbessert Lebensqualität und schulische Leistungen. Angesichts hoher psychischer Belastungen könnte ein späterer Unterrichtsbeginn ein pragmatischer Ansatz sein, um Gesundheit und Lernerfolg nachhaltig zu stärken.
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Das wandernde Grün: Warum sich der Schwerpunkt der Vegetation verschiebt
Forschende aus Leipzig und dem UFZ zeigen, dass sich der Schwerpunkt der globalen Vegetation messbar verschiebt. Satellitendaten belegen eine dauerhafte Wanderung nach Norden und Osten. Global Greening wird so zu einem Indikator für menschengemachten Klimawandel und die Neuorganisation der Biosphäre.
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Weniger Lohnlücke, mehr Unterschiede: Der Gender Pay Gap schrumpft – aber nicht überall
Der Gender Pay Gap in Deutschland ist seit 2019 gesunken und lag 2024 bei 17,2 Prozent. Doch regionale Unterschiede bleiben groß. Während manche Kreise Fortschritte verzeichnen, steigt die Lohnlücke andernorts. Strukturelle Faktoren wie Branchenmix und Betriebsgröße spielen eine zentrale Rolle.
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Neue Rechenmethode zeigt: Extreme Hitze in Europa hat sich verzehnfacht
Eine neue Rechenmethode der Universität Graz zeigt, dass sich extreme Hitze in Europa seit den 1960er Jahren etwa verzehnfacht hat. Das Verfahren bündelt Häufigkeit, Dauer und Intensität in einer Kennzahl und schafft eine präzisere Grundlage für Klimafolgenanalysen und politische Entscheidungen.
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[Buchtipp] Mitdenken statt Zuschauen – Florence Gaubs Einladung in die Zukunft
Florence Gaub macht Leser in „Szenario – Die Zukunft steht auf dem Spiel“ zu politischen Beratern. Mit der Methode der Szenariotechnik zeigt sie, wie Weltpolitik durch Entscheidungen geprägt wird. Das Buch verbindet Analyse, Planspiel und Ermutigung zur Selbstwirksamkeit.
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Der Motor aus dem Drucker: MIT-Plattform fertigt elektrische Maschinen in wenigen Stunden
MIT-Forschende haben eine Multimaterial-3D-Druckplattform entwickelt, die elektrische Maschinen in einem einzigen Prozess fertigen kann. Demonstriert wurde ein linearer Elektromotor, der in drei Stunden gedruckt wurde und nur minimale Nachbearbeitung benötigt. Die Technik könnte Lieferketten verkürzen und Ersatzteile direkt vor Ort ermöglichen.
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Forschende mahnen: 1,5-Grad-Klimaziel darf nur kurzzeitig überschritten werden
Eine neue Studie warnt: Schon unter 2 Grad Erwärmung könnten mehrere Kipppunkte des Erdsystems erreicht werden. Weil ein Überschreiten der 1,5-Grad-Marke kaum noch zu verhindern ist, wird entscheidend, wie hoch und wie lange ein Overshoot ausfällt. Jede Verzögerung erhöht das Risiko irreversibler Kettenreaktionen.
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Mond in Bewegung: Neue Spuren tektonischer Aktivität überraschen Forschende
Smithsonian-Forschende haben erstmals eine globale Karte kleiner Mare-Rücken auf dem Mond erstellt. Die Strukturen sind geologisch jung und weit verbreitet. Sie entstehen durch dieselben tektonischen Kräfte wie bekannte Steilwände im Hochland. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit künftiger Mondbeben – relevant für Artemis und künftige Landestellen.
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Der nächste Fitnesstracker könnte ein Hemdenknopf sein
Forschende am King’s College London zeigen, dass Sensoren an locker sitzender Kleidung Bewegungen präziser erfassen als hautnahe Wearables. Laut Studie steigt die Genauigkeit um 40 Prozent bei 80 Prozent weniger Daten. Das könnte Smart Clothing ermöglichen, medizinische Diagnostik verbessern und Robotik sowie Film-Motion-Capture effizienter machen.
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Edisons vergessene Batterie erlebt ein Comeback
UCLA-Forschende haben eine alte Nickel-Eisen-Batterieidee von Thomas Edison neu interpretiert. Mithilfe von Proteinen als Schablonen und Graphen-Aerogel entstanden winzige Metallcluster, die extrem schnell laden und über 12.000 Zyklen überstehen. Die Technik eignet sich besonders als langlebiger Speicher für Solarstrom.
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Ein Stern verschwindet – und Astronomen sehen live, wie ein Schwarzes Loch entsteht
Astronomen haben beobachtet, wie der Stern M31-2014-DS1 in der Andromeda-Galaxie ohne Supernova verschwand und offenbar zu einem Schwarzen Loch kollabierte. Langzeitdaten zeigen Staub- und Infrarotglühen als Nachhall. Die Ergebnisse stützen Modelle, wonach Konvektion den Kollaps verlangsamt.
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[Buchtipp] Paveway, oder: die schlaue Bombe
Jeffrey E. Stern erzählt in „The Warhead“ die Geschichte der Präzisionswaffe Paveway, entwickelt von Texas Instruments im Vietnamkrieg. Das Buch zeigt, wie gelenkte Bomben die Kriegsführung veränderten – von Libyen bis Kosovo – und warum „chirurgische“ Angriffe trotzdem zivile Opfer fordern und politische Hybris fördern.









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