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Der unsichtbare Ozean im Erdinneren – warum der Erdkern voller Wasserstoff sein könnte
Eine Studie der ETH Zürich zeigt, dass Wasserstoff bei der Erdentstehung in den Kern gelangte und dort als Eisenhydrid gebunden sein könnte. Der Kern könnte damit das größte Wasserstoffreservoir des Planeten sein – bis zu 50 Ozeanmassen. Das beeinflusst Modelle zu Magnetfeld, Manteldynamik und Wasserkreislauf.
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Wenn Sport zur Bühne der Macht wird – was die Winterspiele in Peking über Politik im Stadion verraten
Sport ist längst ein Instrument politischer Macht. Eine Studie der Universität Würzburg zeigt am Beispiel der Winterspiele 2022 in Peking, wie China Soft Power, Imagepflege und nationale Einigkeit über Olympia inszenierte. Kritik nahm während der Spiele ab – und Sportswashing wirkte auch nach innen.
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Staub, Eis und ein bisschen Phosphor: Warum Algen Grönlands Gletscher dunkler machen
Zwei neue Studien zeigen, woher Gletscheralgen auf Grönland ihre Nahrung beziehen: aus phosphorhaltigem Staub und direkt aus dem schmelzenden Eis. Dadurch können sie jeden Sommer weiter blühen, die Eisoberfläche verdunkeln und die Schmelze verstärken – mit Folgen für den Meeresspiegel.
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48 Stunden-Woche: Mehrheit der Beschäftigten befürchtet Nachteile für das Privatleben
73,5 Prozent der Beschäftigten bewerten die geplante 48-Stunden-Woche negativ, so eine Studie der IU Internationalen Hochschule. Hauptgründe sind weniger Zeit für Familie, sinkende Lebensqualität und Gesundheitsrisiken. Deutlich positiver wird dagegen die Vier-Tage-Woche eingeschätzt.
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Herzklappenfehler: KI-Stethoskop entdeckt deutlich mehr Fälle als ein Allgemeinmediziner
Eine Cambridge-Studie zeigt: Ein KI-gestütztes digitales Stethoskop erkennt schwere Herzklappenerkrankungen zuverlässiger als Hausärzte. Die Technologie identifizierte 98 Prozent schwerer Aortenstenosen. Sie könnte als schnelles Screening dienen, Wartezeiten auf Echokardiografie verkürzen und Leben retten – bevor Symptome auftreten.
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Klimapolitik vor 2050 entscheidend für Meeresspiegel-Anstieg
Eine Studie im Fachjournal Nature Climate Change zeigt: Wenn die Menschheit ihre Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts drastisch reduziert, könnten künftige Generationen bis zu 60 Zentimeter Meeresspiegelanstieg erspart bleiben. Die Entscheidungen der kommenden Jahrzehnte wirken über Jahrhunderte – und prägen, welche Küstenlinien bestehen bleiben.
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Zielgerichtet oder gewohnheitsmäßig? Neue Theorie erklärt, wie das Hirn unser Verhalten lenkt
Ein internationales Forschungsteam hat ein neues Modell der Handlungssteuerung im Gehirn vorgestellt. Statt zwischen „zielgerichtet“ und „gewohnheitsmäßig“ zu unterscheiden, zeigen die Forschenden, dass unser Verhalten auf einem Kontinuum beruht – geprägt durch interagierende Schaltkreise. Ihre Erkenntnisse könnten auch KI-Systeme effizienter machen.
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Wenn ChatGPT zur Zweitkorrektorin wird – KI besteht im Prüfungsalltag
Eine Studie der Universität Passau zeigt: ChatGPT kann bei Prüfungen ähnlich zuverlässig bewerten wie menschliche Prüferinnen und Prüfer. Ganz ersetzen kann und soll sie sie aber nicht. Die Forschenden sehen die KI eher als „kritische Zweitkorrektorin“, die entlasten, aber nicht die Verantwortung übernehmen kann.
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Artensterben verlangsamt sich – Schutzmaßnahmen zeigen offenbar Wirkung
Eine neue Studie der University of Arizona zeigt: Das globale Artensterben hat sich über viele Tier- und Pflanzengruppen hinweg verlangsamt. Frühere Annahmen vom beschleunigten Massensterben könnten auf falschen Hochrechnungen beruhen. Dennoch warnen die Forschenden, dass der Verlust von Lebensräumen weiterhin eine zentrale Bedrohung bleibt.
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KI-Bildgeneratoren verstärken Geschlechterstereotype je nach Sprache unterschiedlich stark
Eine neue Studie von TUM und TU Darmstadt zeigt: KI-Bildgeneratoren verstärken Geschlechterstereotype – und zwar je nach Sprache unterschiedlich stark. Der gleiche Berufsprompt führt in verschiedenen Sprachen zu völlig unterschiedlichen Darstellungen. Sprachsensibilität wird damit zum Schlüssel für faire KI.
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Reißfeste künstliche Muskeln: So bekommen softe Robots Superkräfte
Ein Team der University of Waterloo hat weiche, gummiartige Materialien entwickelt, die bis zu neunmal stärker sind als bisherige Varianten. Durch den Zusatz von Flüssigkristallen könnten diese „künstlichen Muskeln“ künftig Roboter antreiben, die sich geschmeidiger bewegen – etwa in der Medizintechnik oder kollaborativen Industrie.
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Als die Sonne tobte: Wie koronale Massenauswürfe die junge Erde prägten
Eine internationale Forschungsgruppe hat erstmals eine mehrstufige koronale Massenauswurf-Explosion auf einem sonnenähnlichen Stern beobachtet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass solche Eruptionen in der Frühzeit des Sonnensystems gewaltige Mengen Energie freisetzten – mit tiefgreifenden Folgen für Atmosphäre und Leben auf der jungen Erde.
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Karriereknick Kind: Mütter verlieren nach der Geburt deutlich mehr Einkommen als gedacht
Eine neue ZEW-Studie zeigt: Mütter verlieren nach der Geburt ihres ersten Kindes im Schnitt fast 30.000 Euro Einkommen – deutlich mehr als bisher angenommen. Besonders junge Mütter unter 30 Jahren sind betroffen, da sie wichtige Karriereschritte verpassen und Einkommensrückstände kaum noch aufholen.
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[Buchtipp] Blick zurück nach vorn: Ian McEwans Climate Fiction „Was wir wissen können“
Ian McEwans neuer Roman „Was wir wissen können“ entwirft eine Zukunft, die aus unserer Gegenwart geboren ist – eine überflutete Erde, bevölkert von Menschen, die wissen, welche Chancen verpasst wurden. Eine Geschichte über Erinnerung, Schuld und die Frage, was bleibt, wenn Wissen nichts mehr nützt.
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Steak teurer, Tomaten billiger – wie eine Steuerreform Leben retten könnte
Eine neue Studie aus Schweden zeigt: Eine gezielte Umverteilung der Lebensmittelsteuern – teureres Fleisch, günstigere Vollkornprodukte und Gemüse – könnte jedes Jahr hunderte Leben retten, den CO₂-Ausstoß senken und dabei den Gesamtpreis im Einkaufswagen stabil halten.
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Jahrhundert-Problem: Plastik-Abfälle in den Ozeanen extrem dauerhaft
Selbst wenn kein Plastik mehr ins Meer gelangte, würde der Abbau des bestehenden Mülls über ein Jahrhundert dauern. Forschende der Queen Mary University of London haben modelliert, wie langsam schwimmende Kunststoffe absinken – und warum unsere Enkel noch mit den Folgen zu kämpfen haben werden.














![[Buchtipp] Blick zurück nach vorn: Ian McEwans Climate Fiction „Was wir wissen können“](https://phaenomenal.net/wp-content/uploads/2025/10/Buchtipp_Intro_Ian_McEwan_Was_wir_wissen_koennen.jpg)

