Künstliche Intelligenz
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Leihhirn mit Nebenwirkungen
Eine neue Studie zeigt: Wer beim Schreiben regelmäßig auf ChatGPT setzt, spart zwar kurzfristig Zeit – doch zahlt womöglich langfristig mit abnehmender kognitiver Kompetenz. EEG-Daten belegen: Die Hirnaktivität sinkt messbar. Das Konzept der „kognitiven Schulden“ könnte Bildungssysteme vor neue Herausforderungen stellen.
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Mensch-KI-Teams stellen die besten medizinischen Diagnosen
Eine neue Studie zeigt: Mensch-KI-Kollektive stellen deutlich bessere medizinische Diagnosen als ärztliche Fachkräfte oder KI-Systeme allein. Die Kombination aus menschlicher Intuition und maschineller Rechenleistung führt zu höherer Genauigkeit – weil beide unterschiedliche Fehler machen und sich dadurch gegenseitig korrigieren.
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Prompte Emissionen
Eine Studie der Hochschule München zeigt: Je länger eine KI über eine Antwort „nachdenkt“, desto mehr CO₂ entsteht. Manche Prompts verursachen 50-mal höhere Emissionen als andere. Die Forscher fordern bewussteren Umgang – und sprechen von einem Zielkonflikt zwischen Genauigkeit und Klimaverträglichkeit.
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Passive Verdunstung kühlt heiße Server
Ein Team der University of California San Diego hat eine energiearme Kühltechnologie entwickelt, die auf einer speziellen Fasermembran basiert. Die passive Verdunstungstechnik könnte den enormen Energiebedarf von Rechenzentren senken und bietet eine nachhaltige Alternative zu bisherigen Kühlmethoden wie Lüftern oder Flüssigkeitspumpen.
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Ein Freund, ein guter Freund: Chatbot als sprechendes Familiengedächtnis?
Ein Forschungsteam rund um den Informatikprofessor Bill Tomlinson entwickelt einen KI-Chatbot, der mehr kann als nur plaudern: Er erinnert sich, er verbindet Generationen – und könnte zum sprechenden Familienarchiv werden. Doch der Weg dahin wirft ethische Fragen auf.
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Die Kunst, eine Blume zu verstehen
Eine neue Studie zeigt: KI-Systeme können Begriffe wie „Blume“ nicht so erfassen wie Menschen, da ihnen sensorische Erfahrungen fehlen. Während KI abstrakte Konzepte gut abbildet, scheitert sie bei sinnlich erfahrbaren Dingen. Dies beeinflusst, wie KI zukünftig mit Menschen interagieren und kommunizieren könnte.
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Erster KI-Ingenieur erschaffen
Ein Team der Universität Stuttgart hat mit OpenFOAMGPT den weltweit ersten KI-Ingenieur geschaffen. Das System kann komplexe strömungsmechanische Aufgaben lösen, Simulationen durchführen und sogar wissenschaftliche Artikel verfassen – völlig autonom. Der geistige Vater: der Ingenieur und Forscher Xu Chu.
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Künstliche Synapse erkennt Farben
Ein Forschungsteam der Tokyo University of Science hat eine künstliche Synapse entwickelt, die Farben fast so präzise wie das menschliche Auge erkennt – ganz ohne externe Stromversorgung. Der Durchbruch ebnet den Weg für energieeffiziente KI-Anwendungen in Medizin, Mobilität und Alltagsgeräten.
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Auf dem Weg zur künstlichen sozialen Intelligenz
Eine neue Studie untersucht, wie sich KI-Sprachmodelle in sozialen Spielsituationen verhalten. Mithilfe spieltheoretischer Methoden zeigen Forschende, dass KI zwar strategisch stark ist, aber soziale Intelligenz fehlt – ein Mangel, der sich durch gezielte Perspektivwechsel erstaunlich gut beheben lässt.
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Cryogenic Computing als Energie-Joker
Energiehungrige Rechenzentren, heiße Chips – doch die Lösung könnte in der Kälte liegen. Forschende zeigen, dass kryogenes Rechnen Einsparungen von bis zu 80 Prozent ermöglichen kann. Die Technik steht noch am Anfang, bietet aber großes Potenzial für Quantencomputer und Hochleistungsrechner.
