Astronomie
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Interstellare Oasen: auf Exomonden ohne Sonne könnte Leben existieren
Eine Studie aus München zeigt, dass Monde freifliegender Planeten trotz fehlender Sonne über Milliarden Jahre flüssige Ozeane besitzen könnten. Gezeitenheizung und eine dichte Wasserstoffatmosphäre wirken dabei als natürliche Wärmespeicher – und eröffnen neue Perspektiven für die Suche nach Leben im Universum.
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Die ältesten Sterne als kosmische Uhr – Neue Hinweise auf das Alter des Universums
Die ältesten Sterne der Milchstraße liefern neue Hinweise auf das Alter des Universums. Eine internationale Studie schätzt ihr Alter auf etwa 13,6 Milliarden Jahre. Das stützt kosmologische Modelle aus der Hintergrundstrahlung und bringt neue Dynamik in die Debatte um die Hubble-Konstante.
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Per Anhalter durch’s Sonnensystem: Mikroben könnten auf Asteroiden zwischen Planeten wandern
Eine Studie der Johns Hopkins University zeigt, dass extrem widerstandsfähige Mikroben die enormen Druckkräfte eines Asteroideneinschlags überstehen können. Damit gewinnt die Theorie der Lithopanspermie an Gewicht: Leben könnte zwischen Planeten wandern. Die Ergebnisse haben Folgen für Astrobiologie, Raumfahrtmissionen und Planetenschutz.
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Mond in Bewegung: Neue Spuren tektonischer Aktivität überraschen Forschende
Smithsonian-Forschende haben erstmals eine globale Karte kleiner Mare-Rücken auf dem Mond erstellt. Die Strukturen sind geologisch jung und weit verbreitet. Sie entstehen durch dieselben tektonischen Kräfte wie bekannte Steilwände im Hochland. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit künftiger Mondbeben – relevant für Artemis und künftige Landestellen.
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Ein Stern verschwindet – und Astronomen sehen live, wie ein Schwarzes Loch entsteht
Astronomen haben beobachtet, wie der Stern M31-2014-DS1 in der Andromeda-Galaxie ohne Supernova verschwand und offenbar zu einem Schwarzen Loch kollabierte. Langzeitdaten zeigen Staub- und Infrarotglühen als Nachhall. Die Ergebnisse stützen Modelle, wonach Konvektion den Kollaps verlangsamt.
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Der unsichtbare Ozean im Erdinneren – warum der Erdkern voller Wasserstoff sein könnte
Eine Studie der ETH Zürich zeigt, dass Wasserstoff bei der Erdentstehung in den Kern gelangte und dort als Eisenhydrid gebunden sein könnte. Der Kern könnte damit das größte Wasserstoffreservoir des Planeten sein – bis zu 50 Ozeanmassen. Das beeinflusst Modelle zu Magnetfeld, Manteldynamik und Wasserkreislauf.
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Als die Sonne tobte: Wie koronale Massenauswürfe die junge Erde prägten
Eine internationale Forschungsgruppe hat erstmals eine mehrstufige koronale Massenauswurf-Explosion auf einem sonnenähnlichen Stern beobachtet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass solche Eruptionen in der Frühzeit des Sonnensystems gewaltige Mengen Energie freisetzten – mit tiefgreifenden Folgen für Atmosphäre und Leben auf der jungen Erde.
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Rätselhaftes Leuchten im galaktischen Zentrum: erster greifbaren Hinweis auf Dunkle Materie?
Ein mysteriöses Gamma-Leuchten im Zentrum der Milchstraße passt zu neuen Simulationen der Dunkelmaterie-Verteilung, könnte aber auch von Millisekundenpulsaren stammen. Beobachtungen mit dem Cherenkov Telescope Array sowie Studien an Zwerggalaxien sollen die Zwickmühle auflösen.
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Chemische Überraschung auf Titan: wie Saturns größter Mond die Ursprünge des Lebens neu erklärt
Auf Saturns Mond Titan haben Forschende eine chemische Verbindung entdeckt, die bisher als unmöglich galt: polare und unpolare Moleküle können sich dort mischen. Die Erkenntnis widerspricht einem Grundprinzip der Chemie – und könnte erklären, wie die ersten Bausteine des Lebens in eisigen Umgebungen entstanden.
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Gravitationswellen im Nanohertz-Bereich könnten Hinweise auf Schwarze-Loch-Paare geben
Forschende der Universität Hirosaki haben eine Methode entwickelt, um Gravitationswellen im Nanohertz-Bereich anhand des „Beat“-Phänomens zu erkennen. Sie wollen winzige rhythmische Verschiebungen im Takt entfernter Pulsare aufspüren – um zu klären, ob die Wellen aus der Frühzeit des Universums oder von Schwarzen-Loch-Paaren stammen.
