Biologie
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Mix aus Mensch und Maschine: Dank AI auf dem Weg zu einem neuen evolutionären Individuum?
Evolutionsbiologen wagen die Hypthese, dass Mensch und KI eines Tages ein neues evolutionäres Individuum bilden könnten – vergleichbar mit der Entstehung komplexer Zellen. Erste Abhängigkeiten sind bereits sichtbar. Ob Kooperation oder Kontrollverlust überwiegt, entscheidet weniger Technik als gesellschaftliche Regulierung.
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Rückgang um 70 Prozent: Auch naturnahe Landschaften verlieren ihre Insekten
Eine Langzeitstudie aus Colorado zeigt: Insektenbestände schrumpfen auch in kaum vom Menschen beeinflussten Gebieten drastisch – um mehr als 70 Prozent in 20 Jahren. Hauptursache ist offenbar der Klimawandel. Forschende warnen, dass selbst Schutzgebiete keine Garantie für Biodiversität bieten.
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Schnelles Gehirnwachstum könnte Grund für den „Babytalk“ sein
Menschen und Marmosets lernen Sprache ähnlich – durch frühes Babbeln und elterliches Feedback. Grund ist das besonders schnelle Gehirnwachstum in den ersten Lebensmonaten. Die Ergebnisse erklären, warum Feedback-basiertes Sprachlernen evolutionär selten ist, aber beim Menschen zentral.
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Bauplan des Lebens sichern: Earth BioGenome Project will bis 2029 Hälfte aller Arten sequenzieren
Das Earth BioGenome Project will den Bauplan des Lebens sichern: 150.000 Arten sollen bis 2029 genetisch entschlüsselt werden. Mit mobilen Laboren und globaler Zusammenarbeit entsteht ein digitales Archiv der Biodiversität – ein Wettlauf gegen das Artensterben und eine Investition in die Zukunft.
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Leuchtende Mikroben machen Mikroplastik sichtbar
Ein Forschungsteam um Song Lin Chua hat Bakterien entwickelt, die Mikroplastikpartikel in Wasserproben durch grünes Leuchten sichtbar machen. Die Methode ist günstig, schnell und mobil einsetzbar. Sie könnte künftig helfen, Verschmutzungs-Hotspots zu erkennen und Umweltüberwachung effizienter zu gestalten.
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Orang-Utans lernen Nestbau durch Zuschauen und jahrelanges Üben
Eine Langzeitstudie zeigt: Junge Orang-Utans lernen den komplexen Nestbau durch genaues Beobachten und jahrelanges Üben. Dabei übernehmen sie Techniken von ihren Müttern und später auch von anderen. Nestbau erweist sich als kulturelles Verhalten – und als Schlüssel zum Überleben im Regenwald.
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Vom Himmel gefällt: Blitze zerstören jedes Jahr 320 Millionen Bäume
Blitze sind für die Vernichtung von rund 320 Millionen Bäumen jährlich verantwortlich, wie eine neue Studie der TU München zeigt. Die direkten Folgen des Einschlags sind bislang unterschätzt worden – mit erheblichen Auswirkungen auf die Kohlenstoffspeicherung und die Dynamik globaler Wälder.
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Alt werden ohne Entzündung? Was Lemuren über das menschliche Altern verraten
Eine neue Studie an Lemuren stellt das Phänomen „inflammaging“ in Frage – jene chronische Entzündungsprozesse, die beim Menschen mit dem Altern einhergeht. Die Tiere altern offenbar anders. Das könnte wichtige Hinweise liefern, wie Menschen gesünder älter werden können – und warum das nicht alle tun.


