Arbeitswelt
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Wenn Aufgaben schrumpfen – Wie Mutterschaft das Tätigkeitsprofil im Job verändert
Eine Studie aus Bremen und Oldenburg zeigt: Nach der Geburt eines Kindes übernehmen viele Frauen seltener analytische und komplexe Aufgaben im Job. Besonders betroffen sind Mütter in Teilzeit. Dadurch entsteht eine bislang wenig beachtete Dimension geschlechtsspezifischer Ungleichheit im Arbeitsalltag.
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Weniger Lohnlücke, mehr Unterschiede: Der Gender Pay Gap schrumpft – aber nicht überall
Der Gender Pay Gap in Deutschland ist seit 2019 gesunken und lag 2024 bei 17,2 Prozent. Doch regionale Unterschiede bleiben groß. Während manche Kreise Fortschritte verzeichnen, steigt die Lohnlücke andernorts. Strukturelle Faktoren wie Branchenmix und Betriebsgröße spielen eine zentrale Rolle.
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48 Stunden-Woche: Mehrheit der Beschäftigten befürchtet Nachteile für das Privatleben
73,5 Prozent der Beschäftigten bewerten die geplante 48-Stunden-Woche negativ, so eine Studie der IU Internationalen Hochschule. Hauptgründe sind weniger Zeit für Familie, sinkende Lebensqualität und Gesundheitsrisiken. Deutlich positiver wird dagegen die Vier-Tage-Woche eingeschätzt.
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Im Team Mensch-KI ist der Mensch oft das größere Risiko
Menschen und KI als Team sind kein Selbstläufer: Laut TU Berlin übersteuern Fachkräfte oft korrekte Systeme, unterschätzen die Zuverlässigkeit und folgen Vorurteilen. Wirksame Aufsicht braucht verhaltensleitende Erklärungen, klare Eingriffsregeln und Messbarkeit von Ergebnissen. Ziel ist eine Synergie, bei der jede Seite ihre Stärken einbringt.
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Keine Spur von Zoom-Fatigue? Neue Studie entlastet Online-Meetings
Eine aktuelle Studie der JGU Mainz entkräftet das Phänomen „Zoom-Fatigue“. Online-Meetings sind demnach nicht belastender als Präsenz-Meetings – kurze Videokonferenzen sogar weniger anstrengend. Die Ergebnisse könnten die Debatte um Home-Office neu ausrichten und zeigen, wie sehr Pandemiedaten die Wahrnehmung geprägt haben.
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Fehlende Balance: Warum Beschäftigte die Abschaffung der täglichen Höchstarbeitszeit fürchten
Eine neue WSI-Studie zeigt: Knapp drei Viertel der Beschäftigten in Deutschland fürchten massive Belastungen, sollte die tägliche Höchstarbeitszeit abgeschafft werden. Gesundheit, Familienleben und Gleichstellung stünden auf dem Spiel. Die Forschenden plädieren für Reformen, die Vereinbarkeit und Selbstbestimmung fördern statt Grenzen aufzuheben.
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Warum Frauen soziale Strukturen anders wahrnehmen – und Männer davon profitieren
Eine internationale Studie zeigt: Frauen erinnern berufliche Netzwerke genauer als Männer, besonders in vertrauten Teams. Doch in offenen Strukturen mit „Netzwerklöchern“ verlieren sie ihren Vorteil. Männer nutzen diese Konstellationen erfolgreicher für den Aufstieg. Organisationen sollten gezielt Barrieren abbauen und unterschiedliche Wahrnehmungsmuster berücksichtigen.
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Feiertage streichen bringt nichts
Weniger Feiertage gleich mehr Wirtschaftswachstum? Diese Gleichung geht nicht auf, zeigt eine neue IMK-Studie. In der Hälfte aller untersuchten Fälle entwickelte sich die Wirtschaft sogar besser, wenn Feiertage erhalten oder eingeführt wurden. Das Narrativ vom Feiertag als Wachstumsbremse entpuppt sich als empirisch unhaltbar.
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LGBTQ-freundliche Unternehmen sind messbar innovativer
Eine neue Studie zeigt: US-Firmen mit LGBTQ-freundlichen Richtlinien entwickeln mehr und bessere Patente. Der Zusammenhang bleibt auch bei politischen Unterschieden bestehen. Inklusion fördert messbar Innovation – und sollte als strategischer Wirtschaftsfaktor ernst genommen werden, nicht nur als gesellschaftliches Bekenntnis.

