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Jahrhundert-Problem: Plastik-Abfälle in den Ozeanen extrem dauerhaft
Selbst wenn kein Plastik mehr ins Meer gelangte, würde der Abbau des bestehenden Mülls über ein Jahrhundert dauern. Forschende der Queen Mary University of London haben modelliert, wie langsam schwimmende Kunststoffe absinken – und warum unsere Enkel noch mit den Folgen zu kämpfen haben werden.
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Sepsis in Deutschland: warum hierzulande weiter zu viele Menschen sterben
Der neue Welt-Sepsis-Bericht zeigt: Während die Sterblichkeit weltweit sinkt, stagniert sie in Deutschland auf hohem Niveau. 211.000 Todesfälle pro Jahr, enorme Kosten und mangelnde Reformen prägen das Bild. Fachleute fordern die rasche Umsetzung der WHO-Resolution – und endlich politisches Handeln.
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Mit Mikroben gegen den Plastikberg – Wie ein uraltes Enzym den Kunststoff neu erfinden könnte
Ein Team vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie hat ein Bakterienenzym entschlüsselt, das Ethylen – einen Grundstoff vieler Kunststoffe – ohne CO₂-Emissionen herstellt. Die Entdeckung könnte die Chemieindustrie nachhaltiger machen und liefert zugleich Einblicke in frühe biochemische Prozesse auf der Erde.
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Welt am Limit: Kein Wirtschaftssektor auf Kurs für 1,5 Grad
Der neue „State of Climate Action 2025“-Bericht zieht eine ernüchternde Bilanz: Kein einziger Wirtschaftssektor weltweit ist auf Kurs, die Klimaziele von Paris zu erreichen. Zwar wächst der Anteil erneuerbarer Energien, doch das Tempo der Transformation reicht bei weitem nicht aus.
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Druckreif für die Zukunft – Wie eine neue Technik Displays umweltfreundlicher machen könnte
Forschende der Duke University haben eine Drucktechnik entwickelt, die elektronische Displays deutlich nachhaltiger machen könnte. Die Methode erlaubt das präzise Drucken recycelbarer Transistoren aus Kohlenstofftinten – energiesparend, ohne Vakuumprozesse und potenziell geeignet für Milliarden von Bildschirmen weltweit.
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Im Team Mensch-KI ist der Mensch oft das größere Risiko
Menschen und KI als Team sind kein Selbstläufer: Laut TU Berlin übersteuern Fachkräfte oft korrekte Systeme, unterschätzen die Zuverlässigkeit und folgen Vorurteilen. Wirksame Aufsicht braucht verhaltensleitende Erklärungen, klare Eingriffsregeln und Messbarkeit von Ergebnissen. Ziel ist eine Synergie, bei der jede Seite ihre Stärken einbringt.
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Sonnenfilter mit Nebenwirkungen: warum Geoengineering riskant bleibt
Eine Studie der Columbia University zeigt, wie schwer kontrollierbar das Dimmen der Sonne tatsächlich wäre. Stratosphärische Aerosolinjektion könnte das Klima beeinflussen – aber auch globale Wettersysteme stören, hohe Kosten verursachen und neue Umweltprobleme schaffen. Geoengineering bleibt ein gefährliches Experiment mit ungewissem Ausgang.
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Was Grönlands Höhlen über die Zukunft des Klimas verraten
Forschende der Universität Innsbruck haben in einer Höhle im Norden Grönlands Belege für ein deutlich wärmeres Klima vor Millionen Jahren entdeckt. Die Ablagerungen zeigen, dass der Permafrost damals geschmolzen war – ein Warnsignal für die Gegenwart, wie sensibel die Arktis auf steigende Temperaturen reagiert.
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Sechsfach gestapelt: Forschende erhöhen Transistoren-Limit von Mikrochips
Forschende der KAUST haben erstmals sechs Transistorschichten in einem Hybrid-CMOS-Chip gestapelt und damit einen Rekord in der Halbleitertechnik erzielt. Das Verfahren arbeitet bei niedriger Temperatur und eröffnet neue Möglichkeiten für flexible, energieeffiziente Elektronik – von Smart Health bis Internet der Dinge.
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Lesen trotz Makula-Degeneration: Augenimplantat stellt Sehvermögen teilweise wieder her
Das Augenimplantat PRIMA der Stanford University ermöglicht erstmals funktionales Sehen bei fortgeschrittener Makuladegeneration. Ein kabelloser Chip und eine Kamera-Brille übertragen Bilder über Infrarotlicht direkt an die Netzhaut. 27 von 32 Patientinnen und Patienten konnten nach einem Jahr wieder lesen – ein Durchbruch für Millionen Betroffene.
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Koralle mit Plan B: Wie Oculina patagonica dem Klimawandel trotzt
Die Mittelmeer-Koralle Oculina patagonica überlebt selbst in extremer Hitze, weil sie zwischen Algen-Symbiose und Eigenversorgung wechseln kann. Eine Studie des CRG Barcelona zeigt, dass dieser doppelte Ernährungsmodus genetisch tief verankert ist – und ein Modell dafür bietet, wie Meeresarten sich dem Klimawandel anpassen.
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Rätselhaftes Leuchten im galaktischen Zentrum: erster greifbaren Hinweis auf Dunkle Materie?
Ein mysteriöses Gamma-Leuchten im Zentrum der Milchstraße passt zu neuen Simulationen der Dunkelmaterie-Verteilung, könnte aber auch von Millisekundenpulsaren stammen. Beobachtungen mit dem Cherenkov Telescope Array sowie Studien an Zwerggalaxien sollen die Zwickmühle auflösen.
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Hör auf’s Herz: Wie KI lernt, menschliche Gefühle zu verstehen
Forscher aus Bochum und Zürich haben eine Schnittstelle entwickelt, über die Künstliche Intelligenz Herzfrequenzdaten in Echtzeit verstehen kann. Das System reagiert auf physiologische Signale wie Stress oder Überforderung – und eröffnet neue Perspektiven für Medizin, Pflege und adaptive Lernumgebungen.
















